…im Gegensatz zu einer Rolex Uhr.

Der Satz „Sprache ist ein Statussymbol, das sich nicht fälschen lässt“ bringt die Idee auf den Punkt, dass Art und Qualität der Sprache sehr viel über Herkunft, Bildung, Milieu und Zugehörigkeit verraten – und dass sich das nur begrenzt imitieren lässt.

Was mit „Sprache als Statussymbol“ gemeint ist
Sprache zeigt, zu welcher sozialen Gruppe jemand gehört: Wortschatz, Dialekt, Akzent und Fachjargon signalisieren Bildungsgrad, Berufsfeld und Milieu. Wer bestimmte „Sprachregister“ (z.B. Fachsprache, Jugendsprache, Szeneslang) sicher beherrscht, zeigt damit Zugehörigkeit und verschafft sich Anerkennung innerhalb dieser Gruppe.

Warum sie sich „nicht fälschen lässt“
Sprachgebrauch ist ein komplexes Muster aus Wortwahl, Grammatik, Aussprache, Timing, Ironie und Umgang mit verschiedenen Registern; das lässt sich nur mit jahrelanger Übung glaubwürdig verinnerlichen. Wer versucht, einen fremden Status zu imitieren (z.B. mit übertriebenen Fremdwörtern oder „Business-Englisch“), wirkt schnell gekünstelt oder wird an kleinen Fehlern enttarnt; Sprache verrät dann eher Unsicherheit als echten Status.

Verbindung zu klassischen Statussymbolen
Klassische Statussymbole (Auto, Markenkleidung, Titel) kann man relativ leicht kaufen oder zur Schau stellen, ohne dass der dahinterstehende soziale oder kulturelle Status wirklich vorhanden ist. Sprachstil und -kompetenz dagegen sind immaterielle Ressourcen, die aus Sozialisation, Bildung und Praxis entstehen und deshalb weit weniger „simulierbar“ sind als äußerer Besitz.