Mit einem Verschwörungsanhänger diskutieren? Das kann emotional werden, mit der richtigen Gesprächstechnik aber auch offen und konstruktiv. Ein paar Tipps.
Diskutieren mit Verschwörungsanhängern erfordert Geduld und eine nicht-konfrontative Haltung, um emotionale Eskalation zu vermeiden. Die Kunst liegt darin, den Gegner durch gezielte Fragen zum Nachdenken anzuregen, statt direkt zu widerlegen. So bleibt das Gespräch konstruktiv und öffnet Türen für Reflexion. Frei nach dem Motto: Willst Du Recht haben, oder glücklich sein?
Offene Fragen stellen
Beginnen Sie mit neugierigen Fragen wie „Was genau macht dir daran Sorgen?“ oder „Woher hast du diese Info?“. Das lässt den anderen ausführen und zeigt echtes Interesse, ohne zu urteilen.
Wiederholen Sie dann seine Worte, um Missverständnisse zu klären: „Du meinst also, dass…?“.
Emotionen anerkennen
Verschwörungsglaube speist sich oft aus Ängsten oder Misstrauen – reflektieren Sie diese respektvoll, statt mit Fakten zu bombardieren. Techniken wie „motivational interviewing“ helfen, Vertrauen aufzubauen und den anderen nicht in die Defensive zu drängen . Bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie Überheblichkeit, um das Gesicht des Gegenübers zu wahren.
Rhetorik entlarven
In Gruppen fragen Sie nach Beweisen oder logischen Lücken: „Wie passt das zu diesen Fakten?“ Das demaskiert Tricks wie Verallgemeinerungen, ohne den Sprecher anzugreifen. Ziel ist gemeinsame Wahrheitssuche, nicht Sieg!
Fragetipp
Die ehrlichen Fragen: „Hast Du eine besser Idee?“ und dann „Wie soll das genau gehen?“ hat schon manchen Menschen zum Nachdenken gebracht und zur Erkenntnis, dass das Probelm doch nicht so einfach zu lösen ist.

